Gute Gründe für das Tragen

Warum tragen?

Menschenkinder sind Traglinge

Nichts anderes erwarten unsere Kinder, denn ihr Körper und ihr Geist sind ausschließlich zum Getragenwerden gemacht.

In Rückenlage oder wenn man sie hoch nimmt, nehmen sie die Haltung ein, die für ihre Reifung außerhalb des Mutterleibs perfekt ist: die Anhock-Spreiz-Haltung (ASH). Das ist die anatomisch günstigste Stellung des Oberschenkelkopfs in der Hüftgelenkspfanne. Die noch knorpeligen Strukturen der Hüftgelenkspfanne, vor allem der Pfannenränder, können optimal reifen und verknöchern, wenn sie Bewegungsreizen, Druck und Reibung ausgesetzt sind.

Im Tragetuch oder in einer Tragehilfe bewegen sich Kinder minimal mit und die Tiefenmuskulatur arbeitet. Durch diese Bewegungen wird der Oberschenkelkopf in der Pfanne bewegt und es werden die notwendigen Reize zur Verknöcherung in alle Richtungen ausgeübt.

Beim Tragen werden auch alle Sinne des Kindes angesprochen, es nimmt seine Umgebung in seiner Gesamtheit wahr und fühlt sich bei Mama und Papa geborgen.

Die Grundvoraussetzung für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung ist die Sättigung des Grundbedürfnisses nach Bindung, Nähe und Geborgenheit. Tragen kann entscheidend in den ersten Lebensjahren dazu beitragen, dieses Grundbedürfnis zu stillen.

Getragene Kinder spüren genau die Schwingungen, Emotionen und Körperspannungen des Tragenden. Sie erleben konstant die Rückversicherung durch die Bezugsperson selbst in unbekannten Situationen und erleben die Welt auf Augenhöhe.

Die perfekte Entwicklung eines Kindes passiert, wenn es sich sicher fühlt. Getragene Kinder erleben ihre Wachphasen in Sicherheit und haben so die besten Entwicklungsvoraussetzungen.